Ich beantrage ein polizeiliches Führungszeugnis zur Erlangung meiner staatlichen Anerkennung

Vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2014 habe ich im Studienfach Soziale Arbeit an einer staatlichen Fachhochschule studiert. Um am Ende des Studiums zustätzlich zu dem Titel Bachelor of Arts die staatliche Anerkennung zu erreichen, war es notwendig, dass ich ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge vorweisen kann.

Unterschiede zwischen den Dokumenten

Man unterscheidet grundsätzlich verschiedene Varianten eines Führungszeugnisses. Generell wird für den privaten Arbeitnehmer ein Privatführungszeugnis benötigt. Dieses wird an die Wohn- bzw. Meldeadresse des Antragstellers versendet. Weiterhin gibt es ein Behördenführungszeugnis. Da ich als Sozialpädagogin später mit Kindern, Jugendlichen und straffälligen Menschen arbeiten würde, habe ich für meinen Teil damals ein erweitertes Führungszeugnis benötigt.

In einem erweiterten Führungszeugnis werden auch Straftaten aufgeführt. Wie lange eine Strafttat im Führungszeugnis aufgeführt wird, hängt ganz davon ab, wie Schwer die Straftat damals war. Bei mir lagen keine Straftaten vor, somit hatte ich keine Probleme bei der Beantragung.

Dieses habe ich bei meinem zuständigen Bürgerbüro beantragt. Wichtig war, dass ein gültiger Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden konnte. Zudem musste ich ein Antragsformular ausfüllen. Dann wurde der Antrag vom zuständigen Bürgerbüro an das Bundesamt für Justiz (BfJ) weitergeleitet.

Nach Prüfung durch dieses Bundesamt, wurde mir dann mein erweitertes Führungszeugnis an meine private Adresse zugeschickt.

Seit dem Jahr 2016 besteht allerdings zusätzlich zu der Möglichkeit der Beantragung beim Bürgeramt, die Möglichkeit über ein Onlineportal des BfJ ein Führungszeugnis zu beantragen.